WLAN-Netzwerk schützen

Netzwerk SicherheitWenn sich ein Dritter in das eigene WLAN-Netzwerk einloggt und illegale Inhalte herunterlädt, dann ist man dafür haftbar. Der Bundesgerichtshof hat beschlossen, dass die Betreiber eines Drahtlosnetzwerkes für jeglichen Datenverkehr in ihrem Netzwerk haften müssen. Sollte also jemand den Netzwerkschlüssel knacken und illegal Musiktitel oder ähnliches herunterladen, kann man dafür zur Kasse gebeten werden.Zusätzlich können Datendiebe auf gespeicherte Festplattendaten zugreifen und so Benutzerkonten missbrauchen oder via Online-Banking Geld abbuchen.

Tipps für ein sicheres Netzwerk

Mit wenigen Tricks kann man das Netzwerk gegen Datendiebe oder Nachbarn abschotten. Es kann beispielsweise schon helfen, den Router bei Nichtgebrauch auszuschalten.Man kann sich schließlich nur einloggen, wenn es funkt. Während eines längeren Urlaubs ist so das Netz gegen Eindringlinge geschützt.

Mit einer Verschlüsselung kann man das Netzwerk auch bei Gebrauch ausreichend schützen. In den Netzwerkeinstellungen muss eine WPA bzw. WPA2 Verschlüsselung aktiviert werden. Zusätzlich sollte man den Namen des Funknetzwerkes (SSID) anpassen. Eine Kombination aus Buchstaben und Zahlen sorgt dafür, dass man das Netzwerk dem jeweiligen Betreiber nicht zuordnen kann. Auch dies ist einfach über die jeweiligen Netzwerkeinstellungen möglich.Für Passwörter sollten generell keine sinnvollen Kombinationen verwendet werden. Passwörter wie „Netzwerk123“ sind der Traum eines jeden Hackers. Stattdessen sollte man auf Kombinationen von Buchstaben und Zahlen ohne Sinn und Zusammenhang zurückgreifen.

Man kann das gesamte Funknetzwerk für Dritte unsichtbar machen. Damit wird es in der Drahtlosnetzwerksuche nicht mehr angezeigt. In den Einstellungen unter Sichtbarkeit kann man mit einem Häkchen bei „invisible“ diese Funktion aktivieren. Allerdings sollte man dafür die SSID-Kennung des Routers kennen, da man sonst das eigene Netzwerk auch nicht mehr finden kann.

Auch die Einstellungen des Routers sollten mit Kennwort geschützt werden. Sonst besteht die Möglichkeit, dass sich jemand in das Netzwerk einloggt und die Einstellungen ändert. Zusätzlich kann man am Router einen Mac-Filter aktivieren. Die Mac Adresse ist die „Media-Access-Control-Adresse“. Diese ist einmalig und kann dem jeweiligen Gerät zweifellos zugeordnet werden.Gibt man MAC-Adressen ein, stellt man damit sicher, dass sich nur die angegebenen Geräte im Netzwerk anmelden können. Im Handbuch des Routers kann man herausfinden, wie man diese Adresse findet und wo man sie eintragen muss. Diese wenigen aber sehr effektiven Ratschläge können helfen, das heimische Netzwerk gegen den Zugriff Dritter zu schützen.

 

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